Wenn die Besten gehen müssen
Mit tiefer Trauer und großer Bestürzung nehme ich Abschied von meinem hochgeschätzten Doktorvater Prof. Dr. Thomas M. Schmidt, dessen unerwarteter Tod mich zutiefst erschüttert. Sein Verlust ist mehr als schrecklich für mich und kaum in Worte zu fassen.
Thomas M. Schmidt war ein Mensch von außergewöhnlichem Schlag. Er vereinte hohe intellektuelle Dichte und Klarheit mit menschlicher Wärme auf seltene Weise. Als Religionsphilosoph sowie Professor der Theologie und der Philosophie verband er geistige Tiefe mit bemerkenswerter Offenheit im Denken.
Für seine Studierenden war er weit mehr als ein akademischer Lehrer. Er war ein geduldiger Begleiter, ein kritischer Förderer und ein vertrauenswürdiger Mentor von zwischenmenschlicher und intellektueller Brillanz. Als Doktorvater schenkte er nicht nur Vertrauen, sondern ermutigte zur Eigenständigkeit und nahm Gedanken ernst – auch dann, wenn sie widersprachen. Seine Klarheit, seine Menschlichkeit und sein unersetzlicher Humor werden mir schmerzlich fehlen.
Der unerwartete Verlust erfüllt mich mit tiefer Trauer. Er reißt eine Lücke, die nicht zu schließen ist. Ich bin untröstlich über diesen zu frühen Tod – es ergibt keinen Sinn, einen Menschen mitten aus dem Leben zu reißen.
Der Tod zwingt mich, mich auf unerträgliche Weise mit daher gesagten Worten und Floskeln abzufinden. Doch ich sage dies alles mit größtmöglicher Authentizität: Ich verbleibe in tiefer Dankbarkeit vor einem großen Gelehrten und einem außergewöhnlichen Menschen wie Thomas M. Schmidt. In geschriebenen Worten kann ich kaum ausdrücken, wie groß meine Achtung vor seiner Persönlichkeit und Menschlichkeit ist.
Er war eine Art Mensch, der einem nur sehr selten begegnet – mit so viel Geist, Intellekt und Herzlichkeit ausgezeichnet, im Übermaß.
Es gibt keine Wiedergutmachung für den Tod, und ich sehe keinen tieferen Sinn in ihm. Er ist einfach, was er ist: unverständlich, sinnlos, unerbittlich. Deshalb bleibt mir nur, Thomas M. Schmidt in Erinnerung zu bewahren und sein Andenken weiterzutragen.
Es ist jetzt schon viel zu kalt ohne ihn.
Gül N. Dükan